Beim Training stehen der Erwerb und die Erweiterung situationsspezifischer Verhaltensweisen im Fokus. Im Kontext der Ebenen der Intervention erweitern Menschen somit ihre erwünschten Fähigkeiten, um sie kontextabhängig kompetent einsetzen zu können. Im Mittelpunkt von Trainings steht daher nicht nur kognitive Wissensvermittlung, sondern vor allem auch die Erfahrbarmachung der Lerninhalte, das Erproben praktischer Umsetzungsstrategien. In einem Verkaufstraining beispielsweise hilft der Trainer dem Lernenden (bzw. Trainee), seine individuellen Stärken und Potenziale zu erfassen und in Gesprächen anzuwenden.

Die Vermittlung von allgemeingültigen Regeln reicht nicht aus. Trainings bieten den Lernenden Raum, sich mit eigenen Verhaltensmustern auseinanderzusetzen, Handlungsalternativen praktisch in einem geschützten Raum zu erproben und fachliches Feedback des Trainers zu bekommen. So kann an der Entwicklung vorhandener Potenziale zielorientiert gearbeitet werden und Strategien können durch ständiges Feedbackreflektiert und modifiziert werden. Die Auswahl der situativ besten Methode obliegt dem erfahrenen Trainer.

Anhand von Übungen und Rollenspielen bietet der Trainer den Teilnehmern eines Trainings Erfahrungen, um neue Verhaltensangebote zu erproben und ihre Wirkung auf anderen Menschen zu überprüfen. Das Training bietet hierfür den Raum, gefahrlos Situationen zu simulieren, die im beruflichen Alltag mit Risiken verbunden sind.

Bei SPRACHKULTUR setzt ein Training stets bei den Ebenen der Intervention an, die auf Gregory Bateson und Robert Dilts zurückgehen, und von SPRACHKULTUR erweitert wurden: Ein Training setzt somit auf der Ebene der Kompetenzen und Fähigkeiten an und hat zum Ziel, das individuelle Verhaltensrepertoire der Teilnehmer in Bezug auf das jeweilige Ziel zu erweitern. Um diese erweiterte Handlungskompetenz zu generieren, kann manchmal auch Coaching oder Supervision sinnvoll(er) sein, wenn die Ursache eher auf den Interventions-Ebenen der Rolle oder der Zielsetzung usw. liegt.

Literatur

Gregory Bateson (1983): Ökologie des Geistes. Frankfurt am Main